Ob wir wollen oder nicht – jeder von uns ist Teil eines energetisch-emotionalen Systems: Des Familiensystems in das wir hineingeboren wurden, des Gegenwarts-Familiensystems aber auch des Organisationssystems (auch die Mitarbeiter einer Firma stellen ein System dar) oder Partnersystems. So bringt in einer Beziehung jeder Partner nicht nur sich selbst, sondern auch seine Geschichte und somit seine Herkunftsfamilie mit in die Beziehung ein.

In dem Buch „Systemische Homöopathie und mit Familienaufstellung“ wird dieser Umstand sehr elegant beschrieben:

Wir werden in ein Familienklima geboren, wachsen darin auf, es begleitet uns vom Beginn unserers Werdens, beeinflusst und prägt uns. Und wir sind Teil dieses Systems. Auch wenn wir unsere Individualität mitbringen, wird diese mehr oder weniger stark vom Familienklima beeinflusst.

Dem Familiensystem zum Beispiel sind wir (meist ohne es zu wissen) treu verbunden und so kann es sein, dass durch die unbewussten Verstrickungen Blockaden und Einschränkungen in unserem Leben auftreten, weil die Ordnung des Systems irgendwo gestört ist oder wir etwas tragen, was eigentlich gar nicht unseres ist. Oft ziehen sich bestimmte Probleme oder auch Symptome durch die Familie, oft haben wir als Erwachsene noch immer Schwierigkeiten mit Mutter oder Vater.
Eine Lösungsmöglichkeit ist die Arbeit mit energetischen Informationsfeldern, wie sie beim energetischen System Coaching angewandt wird. Durch diese Aufstellungsarbeit können die emotional-energetischen Dynamiken aufgezeigt und wenn möglich eine Lösung herbeigeführt werden, damit das System nicht mehr als Belastung erlebt wird sondern sogar als Stärkung.

Das klingt jetzt alles sehr theoretisch und es ist tatsächlich schwierig die Tiefe dieser Arbeit in ein paar Sätzen zu erklären. In dieser Arbeit geht es nicht nur um die Dinge, die wir uns von unseren Vorfahren abgeschaut haben, sondern auch um diese Teile unserer Persönlichkeit die ganz unbewusst geprägt wurde – unsere Familiengeschichte hat oft einen verborgenen Einfluss auf uns (auch und manchmal sogar besonders dann, wenn wir mit unserer Familie gar nichts zu tun haben wollen 😉 ). Manchmal ist uns das „Familienmuster“ sogar bewusst, aber wir wissen nicht, wie wir uns davon im Guten verabschieden können. Oder wir vermeiden Familienkontakte so weit es geht und sind im Stillen vielleicht immer noch traurig oder wütend über das, was die Eltern getan (oder nicht getan) haben, obwohl wir schon erwachsen sind. Die Gefühle von damals oder sonstige Familiendynamiken stehen dann noch immer zwischen Eltern und Kind.

If you think you are truly enlightened, go spend a weekend with your parents.
(Baba Ram Dass)