Zugegebenermaßen ist es von außen ganz schön schwierig, sich im Kinesiologie-Dschungel zurecht zu finden, weil es so viele verschiedene Kinesiologierichtungen gibt, die nicht wirklich vereinheitlicht sind. Die Vielfalt bietet viele Optionen, hat aber natürlich den Nachteil, dass zwei unterschiedliche Kinesiologen unter Umständen auch ganz unterschiedlich arbeiten.

Rechtlich ist es in Österreich nämlich möglich, sich auch nach einem Wochenendkurs, z.B. dem ersten Teil von „Touch for Health“ bereits Kinesiologe/Kinesiologin zu nennen, ohne das gleich ersichtlich ist, ob jemand einen Kurzkurs oder eine fundierte Ausbildung absolviert hat. Der Muskeltest ist prinzipiell schnell erlernt, aber um wirklich klar testen zu können, ist nicht nur viel Übung notwendig, aber auch viel Selbsterfahrung und das geht sich meistens nicht an einem Wochenende aus 🙂

Wenn es um Entspannung und eine Balancierung des Energieflusses oder Übungen für bessere Konzentration geht, empfiehlt sich durchaus „Touch for Health“. Dieser Kurs ist auch für interessierte Laien eine tolle Möglichkeit Kinesiologie für den „Hausgebrauch“ zu lernen.
Wenn es aber um die Lösung von emotionalen Themen, energetischen Mustern oder um Allergien und Toxinausleitungen geht, ist eine entsprechend weiterführende und intensivere Kinesiologie-Ausbildung notwendig. Je nach Gewichtung konzentrieren sich manche eher auf die biochemischen Prozesse im Körper (z.B. Regulationsdiagnostik bzw. Autonome Regulationstestung nach Dr. Klinghardt, Physioenergetik), andere eher auf die energetisch-emotionalen (Psychokinesiologie, Three in One Concepts etc.) oder auf eine Kombination.

Eine kleine Hilfestellung bietet der ÖBK (Österreichischer Berufsverband für Kinesiologie) durch eine Zertifizierung und Einteilung in Level, bei denen eine bestimmte Mindestanzahl von Kinesiologie-Ausbildungsstunden notwendig ist.