Glaube versetzt Berge…oder lässt sie stehen

Glaube versetzt Berge…oder lässt sie stehen

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Schon Henry Ford, der ja nun wirklich nicht den Esoterik-Kreisen zuzurodnen ist, hat gesagt: „If you think you can do a thing or think you can’t do a thing, you’re right.“ Dass gerade seitens eines Automobilherstellers eine so gute Beschreibung der Auswirkungen unserer Glaubenssätze kommt, zeugt von der branchenübergreifenden Kenntnissen des erfolgreichen Unternehmers.

Außerdem ist das natürlich vor allem dahingehend spannend, weil Henry Ford wohl ganz offensichtlich an seinen Erfolg geglaubt hat, und zwar bewusst und unbewusst.
Das ist leider ein ganz schöner Unterschied, denn wie Sigmund Freud (heute bleiben wir mal bei berühmten Männern mit F) schon mit seinem Eisberg-Modell des Unterbewusstseins dargestellt hat: Das Unbewusste ist der größere Teil, fällt also schwerer ins Gewicht.

Auch wenn wir noch so viele positive Affirmationen zu beruflichem Erfolg, gelungener Partnerwahl und allgemeinen „ich bin toll!“ Sprüchen auf Post-Its bewusst in der Wohnung verteilen oder vor dem Einschlafen wie ein Mantra herunterbeten: wenn unser Unbewusstes etwas dagegen hat (und somit unser Energiefeld), stellt sich das Erwünschte einfach nicht ein. Das Unbewusste ist recht stur und hat gern Recht (mein Mann würde sagen, ich habe mit dem Unbewussten einiges gemeinsam).

Wenn also irgendwo tief drinnen Glaubenssätze wie „ich schaffe es ja doch nicht“, „ich bin einen wunderbaren Partner nicht wert“ oder „wenn man Erfolg hat, mag einen niemand mehr“ schlummern, dann hält es unser innerer Computer einfach für sicherer, es bleiben zu lassen.

Das Unbewusste gewinnt

Wenn ich mir also einen Partner wünsche, aber bei dem Gedanken an eine schöne Beziehung ein unangenehmes Ziehen in der Magengegend (Körperregion frei wählbar, dient nur als Beispiel) verspüre, kann es durchaus sein, dass mein Unbewusstes eigentlich so viel Angst vor dem Beziehungsglück hat, dass der bewusste Wunsch „ich will“ vs. der unbewussten Überzeugung „nein, lieber nicht, ist ja schon mal schief gelaufen“ einfach schlecht aussieht.

Mit dem Verstand alleine ist es oft schwierig hinter die unbewussten Glaubenssätze zu kommen, aber es gibt mittlerweile viele Wege zum Ziel. Mir persönlich ist natürlich die Kinesiologie oder die Aufstellungsarbeit sympathisch, aber es geht mit allem, was ein wenig den Verstand „umgeht“: Ob das nun Hypnose, Meditation, Atemtherapie etc. ist.

Ich finde es dabei recht hilfreich, herauszufinden woher ein alter, einschränkender Glaubenssatz kommt, damit das Gehirn ihn auch als alt und nicht mehr notwendig erkennen und sich so neu strukturieren kann. Der emotionale Teil des Gehirns ist mit dem Teil, der für die Zeitrechnung zuständig ist, nicht wirklich verbunden. D.h. oft wirkt ein altes, unangenehmes Gefühl in heutige Situationen hinein, die vom Gehirn als „ähnlich wie damals“ klassifiziert werden. Es überlagert sozusagen unser Erleben und wir nehmen es nicht mehr neutral oder positiv wahr, sondern eben gefärbt vom unangenehmen Filter von damals.

Wenn wir aber entschlüsseln können, warum wir heute so und nicht anders fühlen und die Emotionen dazu auflösen, dann kann das Gehirn die Ereignisse wieder zuordnen und zwar in die Schublade „altes, belastendes, aber schon längst vorbei“ und die „hier und jetzt“. Dann nimmt man das Jetzt nicht mehr mit einem Rucksack voller altem Ballast wahr.

Und dann kann auch das, was eigentlich längst vorbei ist, aber noch immer im Körper als Stress gewirkt hat, auch wirklich vorbei sein. Die Ereignisse von damals sind immer noch dieselben, aber wir nehmen sie anders wahr, es kann endlich Ruhe einkehren. Und wenn das Thema entlarvt ist, dann kann man sich ruhig mit den neuen schönen Glaubenssätzen und Überzeugungen befassen und die Post-Its mit den positiven Sätzen wieder hervorkramen.
Denn dann haben sie eine – oft überraschend kraftvolle – Wirkung.

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